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    Titel:
    Radfahren in Halle generell immer noch zu gefährlich und umständlich. Stadt Halle fällt auf Jahre zurück.
    Ort:
    06108 Halle (Saale), Stadt
    Beschreibung:
    Hallo Stadt,

    ich wünsch mir eine Stadt Halle, in der Kinder auf Fahrrädern gefahrlos durch die ganze Stadt fahren können.

    Derzeit gibt es viel zu viele fehlende und schlechte - weil objektiv gefährliche -Radwege. Sie malen lieber schmale gestrichelte "Schutzstreifen" auf den Boden, als Radwege räumlich von Gefahren wie schnellem Autoverkehr und vor allem parkenden Autos! baulich zu trennen.

    Fahren die doch mal den benutzungspflichtig ausgewiesenen Radweg entlang der Trothaer Straße ab Ecke Seebener Straße stadteinwärts bei Berufsverkehr. Rechts parken ohne Sicherheitszone Autos, links fahren LKW mit 50-60Km/H. Das ist lebensgefährlich!!

    Fahren Sie doch mal mit dem Rad von der Kröllwitzbrück nach Trotha!

    Fahren Sie doch mal mit dem Rad im Berufsverkehr über die Bernburger Straße in die Innenstadt!

    ja Sie! Sie am Schreibtisch in der Stadtverwaltung!!

    Es scheint in Halle weder den Willen, noch einen Plan und das nötige Know-How für eine vernünftige stadtweite Fahrradinfrastruktur zu geben. Wo sind die Radwege, die durchgehend, sicher und bequem bis zum Markt führen? Nirgends gibt es Hauptstrecken mit zweispurigen Radwegen. Kein Winterdienst auf Radwegen. usw.usw. ...

    Die Menschen fahren Rad, wenn die Wege sicher und bequem sind. Kein Spießroutenlauf zwischen Autos und Hindernissen auf zu schmalen Radwegen und an den Straßenrand gequetscht!

    Ein Weg, wie es anders aussehen kann und uns nebenbei Klimaschutzzielen näher bringt können sie gern mal hier nachlesen:

    https://www.theguardian.com/cities/2015/jan/28/seville-cycling-capital-southern-europe-bike-lanes

    Soetwas wünsche ich mir für Halle.

    PS: Ach ja, Geld spart das mittel- und langfristig fristig auch noch. Die Volkswirtschaftliche Rechnung könne sie in einschlägigen Studien nachlesen.
    Status:
    Abgeschlossen
    Antworten:
    Antwort vom 20.04.2017 18:31:

    Vielen Dank für Ihre Anregung. In der Stadt Halle sind die Bedingungen für Radfahrer sicherlich noch nicht optimal und deshalb noch verbesserungswürdig. Man sollte aber nicht außer Acht lassen, dass seit der politischen Wende sehr viel für den Radverkehr getan wurde. So wurden insbesondere im Zusammenhang mit Straßensanierungsmaßnahmen zahlreiche neue Radwege hergestellt (z. B. Delitzscher Straße, Beesener Straße, Ludwig-Wucherer-Straße). Hinzu kamen Baumaßnahmen, die unabhängig von Straßenausbaumaßnahmen realisiert wurden (z. B. Hafenbahntrasse, Grünzug Weinbergwiesen oder Abschnitte am Saale-Radweg). Alles in allem führte dies dazu, dass die Gesamtlänge der Radwege von ca. 40 km im Jahr 1995 auf mittlerweile über 100 km anstieg. Mittlerweile sind zahlreiche Einbahnstraßen für Radfahrer in Gegenrichtung befahrbar und insbesondere im Innenstadtbereich wurden zahlreiche neue Fahrradbügel errichtet.

    Nichts desto trotz besteht in Hinsicht auf das auch verkehrspolitisch gewünschte Ziel einer fahrradfreundlichen Stadt Halle Handlungsbedarf. Dieser ist dargestellt in der 2013 vom Stadtrat beschlossenen aktuellen Radverkehrskonzeption der Stadt Halle, die auf der städtischen Internetseite www.radverkehr.halle.de , Rubrik: Radverkehrskonzeption der Stadt Halle aufgerufen werden kann.

    Bei der Planung von Radverkehrsanlagen ist gemäß technischem Regelwerk grundsätzlich abzuwägen und zu entscheiden, ob der Radverkehr auf Fahrbahn- oder auf Fußwegniveau geführt wird. Gute Argumente gibt es sowohl für die eine als auch für die andere Art der Radverkehrsführung. Eine kurze, knappe Auswahl davon ist aufgeführt in den „Kriterien zur Planung und Gestaltung von Radverkehrsanlagen in Halle“, welche auf dieser Seite aufgerufen werden können: www.radverkehr.halle.de , Rubrik: Veröffentlichungen (S. 4 - 5). Wie die Bilder in dieser Veröffentlichung zeigen, gibt es in der Stadt Halle zahlreiche gute Beispiele für beide Formen der Radverkehrsführung.

    In dem von Ihnen benannten Straßenabschnitt Seebener Straße zwischen Burg Giebichenstein und Trothaer Straße besteht die grundsätzliche Problematik, dass der vorhandene Straßenraum für die vorliegenden Nutzungsansprüche zu schmal ist. So gibt es neben dem Bedarf nach separaten Radverkehrsanlagen auch einen großen Bedarf nach Flächen für den ruhenden Verkehr (PKW-Stellflächen). Da im Falle der Schaffung von Radverkehrsanlagen in weiten Teilen der Straße keine PKW-Stellplätze hätten angeboten werden können, wurde sich bei der letzten baulichen Umgestaltung der Straße in den 1990-er Jahren gegen eine Herstellung von Radverkehrsanlagen entschieden.

    Aus Sicht der Stadtverwaltung besteht auch Interesse an verbesserten Bedingungen für Radfahrer in der Bernburger Straße (stadteinwärtige Richtung). Dabei käme grundsätzlich eine Variante mit Markierung eines Rad-Schutzstreifens in Betracht. Diese Variante hätte die Folge, dass der Kfz-Verkehr in den derzeit mit einer Sperrfläche versehenen Fahrbereich der Straßenbahnbahn verlegt werden muss. Unter Berücksichtigung aller dafür notwendigen Maßnahmen müsste für diese Variante mit Gesamtkosten in einer Größenordnung von ca. 40.000 bis 50.000 € gerechnet werden. Da es Bestrebungen gibt, die Bernburger Straße im Rahmen des so genannten Stadtbahnprogrammes (Stufe 3) baulich umzugestalten, vertritt die Stadtverwaltung angesichts der Kosten für die Maßnahme Schutzstreifen die Meinung, dass zunächst die Entscheidung zur Einordnung der Straße in das Stadtbahnprogramm abgewartet werden sollte. Diese Entscheidung wird in den kommenden zwei Jahren erwartet.

    Bei der Weiterführung über die Bernburger Straße zum Marktplatz besteht größtenteils das Problem, dass die vorhandenen Straßenbreiten unter Beachtung der übrigen Nutzungsansprüche (insb. Fußgänger, Straßenbahn, Lieferverkehr) eine Herstellung von separaten Radverkehrsanlagen nicht ermöglichen. Alternativ zur Großen Ulrichstraße können Radfahrer auch die parallel verlaufende Kleine Ulrichstraße in beiden Richtungen nutzen. Ab der Kreuzung am Händelhaus wird der Marktplatz über die Kleine und Große Klausstraße erreicht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Das Sag´s uns einfach-Team

    Aktualisierungsdatum:
    20.04.2017 18:32